Motivierende Gesprächsführung

Flipchart "Aktives Zuhören" aus dem Ansatz der Motivierenden GesprächsführungFlipchart "Aktives Zuhören" aus dem Ansatz der Motivierenden Gesprächsführung

Der Ansatz der "Motivierenden Gesprächsführung" (MI) nach Miller und Rollnick hat sich bei der Begleitung von Menschen mit "ungünstigem" Verhalten als besonders hilfreich und praxistauglich erwiesen. Ursprünglich entstanden, um Menschen aus riskantem Suchtmittelkonsum zu führen, wird MI mittlerweile weit über diesen Bereich hinaus eingesetzt.

Übertragen auf Eltern kann es darum gehen, zunächst zu erkennen, dass die eigene Erziehung in Teilen besser sein könnte – aktuell doch zu kontrollierend, zu verwöhnend, zu einengend, zu vernachlässigend, zu wenig fördernd, zu inkonsequent ist. Nach und nach befassen die Eltern sich mit möglichen Veränderungen/Verbesserungen der Situation.

Wertschätzung und Akzeptanz

Die Haltung des MI ist geprägt von Wertschätzung und Akzeptanz. Es wird anerkannt, dass die Eltern kompetente Experten für ihre Kinder und ihre eigene Situation sind und (fast immer) das Beste für ihr Kind wollen.

Diese Haltung bringen viele Erzieher*innen bereits mit. Doch Haltung benötigt auch Fertigkeiten. Eine solche Haltung in Gespräche umzusetzen, erfordert zunächst viel Beziehungsaufbau. Hierbei hilft besonders das reflektierende Zuhören, das Bestätigen (der positiven Seiten) und offenes Fragen. Es geht um die Kunst, wertfrei Informationen zu geben, mit Widerstand konstruktiv umzugehen und Widersprüche vorwurfsfrei anzusprechen.

Und es geht darum, die Eltern zu Fürsprechern ihrer eigenen Veränderung zu machen.