Das Transtheoretische Modell der Verhaltensänderung (TTM)

Grafik Transtheoretisches Modell der Verhaltensänderung (TTM) nach Prochaska u.a.Grafik Transtheoretisches Modell der Verhaltensänderung (TTM) nach Prochaska u.a.

Veränderungen erfolgen prozesshaft und durchlaufen verschiedene Motivationsstufen. Das Stufenmodell der Verhaltensänderung nach Prochaska u. a. beschreibt die Stadien der Verhaltensänderung mit dem jeweiligen Motivationsstand.

Das TTM bildet das "Rückgrat" der Fortbildung. Es hilft, den Grad der Motivation einzuschätzen, das Gespräch individuell auf den Elternteil "zuzuschneiden" und stadienspezifisch zu agieren.

  •  Absichtslosigkeit: Lange Gespräche sind kontraproduktiv. Es gilt zunächst, die betroffenen Eltern zu verstehen und anzunehmen, am Beziehungsaufbau zu arbeiten und sich auch nur darauf zu beschränken. Danach kann mit Widersprüchen gearbeitet werden, können Informationen vermittelt werden. Hier macht "der Ton die Musik", ein ganz wichtiges Element in der Fortbildung. Was wörtlich gesagt wird, kann durch unterschiedliche Haltung und Betonung komplett unterschiedlich von den Eltern aufgefasst werden.
  • Absichtsbildung: Es gilt zu würdigen, dass die Eltern Zeit zum Überlegen benötigen und in ihrer Haltung hin- und hergerissen sind. Wichtig ist es, den Abwägungsprozess in Richtung Veränderung zu begleiten und zu stützen nicht gleich auflösen zu wollen.
  • Vorbereitung: Erst in dieser Phase ist die Entscheidung für eine Veränderung gefallen. Nun rückt das WIE der Veränderung in den Fokus, damit sind die Eltern nun offen für Vorschläge und Hilfsangebote von außen.
  • Aktion und Aufrechterhaltung: Jetzt geht es um Respekt, Würdigung und Unterstützung für die nun gelebte Veränderung. Durch alle Stadien hinweg werden die Fachkräfte darin geschult, selbstmotivierende Äußerungen bei den Eltern zu entdecken und diese zu nutzen bzw. mit diesen zu arbeiten.