Grundlagen

Inhaltlich basiert Kita-MOVE vor allem auf den Grundlagen der "Motivierenden Gesprächsführung" (MI) nach Miller und Rollnik  und dem Transtheoretischen Modell der Verhaltensänderung (TTM) nach Prochaska u.a. 

Das TTM zieht sich wie ein roter Faden durch die Fortbildung, denn je nach Stand der Veränderungsmotivation sind unterschiedliche Interventionen angemessen. Zum Erlernen der Interventionen arbeitet MOVE mit den Prinzipien der "Motivierenden Gesprächsführung" sowie weiteren Kommunikationstheorien.

Dabei knüpft Kita-MOVE an Ihre vorhandenen Kompetenzen und Erfahrungen aus Ihrem Kita-Alltag an. Bereits gelerntes, oftmals aber verschüttetes Wissen wird wieder aufgefrischt und für Sie nutzbar. Die neuen Theorien (MI und TTM) und vor allem die praktische Umsetzung vertiefen und erweitern Ihre Ressourcen.

Neben dem Schwerpunkt Gesprächsführungstraining ist Raum für Hintergrundwissen zu Gesundheit, Belastungen und Ressourcen und den verschiedenen weiterführenden Unterstützungsmöglichkeiten für Eltern und Kinder.

Flipchart "Aktives Zuhören" aus dem Ansatz der Motivierenden Gesprächsführung.

Motivierende Gesprächsführung

Der Ansatz der "Motivierenden Gesprächsführung" (MI) nach Miller und Rollnick hat sich bei der Begleitung von Menschen mit "ungünstigem" Verhalten als besonders hilfreich und praxistauglich erwiesen. Ursprünglich entstanden, um Menschen aus riskantem Suchtmittelkonsum zu führen, wird MI mittlerweile weit über diesen Bereich hinaus eingesetzt und ist oftmals nicht die Therapie selbst, sondern therapiehinführend im Sinne einer Lotsenfunktion. 

Grafik Transtheoretisches Modell der Verhaltensänderung (TTM) nach Prochaska u.a.

Das Transtheoretische Modell der Verhaltensänderung (TTM)

Veränderungen erfolgen prozesshaft und durchlaufen verschiedene Motivationsstufen. Das Stufenmodell der Verhaltensänderung nach Prochaska u. a. beschreibt die Stadien der Verhaltensänderung mit dem jeweiligen Motivationsstand.

Das TTM bildet das "Rückgrat" der Fortbildung. Es hilft Ihnen, den Grad der Motivation einzuschätzen, das Gespräch individuell auf den Elternteil "zuzuschneiden" und stadienspezifisch zu agieren.